Altersvorsorgedepot ohne Beitragsgarantie: angekündigte Angebote
Ab dem 1. Januar 2027 können die neuen geförderten Altersvorsorgeprodukte angeboten werden. Auf dieser Seite findest du angekündigte Altersvorsorgedepots ohne Beitragsgarantie. Vergleiche die geplante Anlageauswahl, Kosten und Risikosteuerung. Die hier erfassten Angebote sind derzeit noch nicht abschließbar; Ankündigungen und Vormerkungen ersetzen keinen zertifizierten Vertrag.
Stand der Konditionen:
Förderrechner Altersvorsorgedepot
Förderstart am 1. Januar 2027, noch 73 Tage
240 € Förderung pro Jahr
- Eigenbeitrag pro Jahr
- 600 €
- Grundzulage
- 240 €
- Förderquote
- 40 %
Mit 67 könnten im Depot rund 68.630 € stehen
In 37 Jahren: 22.200 € eigene Beiträge und 8.880 € Zulagen. Annahme 5 % Rendite und 1 % Kosten pro Jahr, vor Steuern in der Auszahlungsphase.
Zulagen: 50 Cent je Euro bis 360 € Eigenbeitrag, 25 Cent je Euro von 361 bis 1.800 €, Kinderzulage 1 € je Euro bis 300 € pro Kind, Berufseinsteigerbonus 200 € vor dem 25. Lebensjahr. Quelle: Bundesministerium der Finanzen. Der Steuervorteil ist eine Schätzung mit dem Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG), weil der Tarif 2027 noch nicht beschlossen ist. Ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer; die Günstigerprüfung macht das Finanzamt. Hochrechnung und Steuervorteil sind Beispielrechnungen, alle Angaben ohne Gewähr.
29 Angebote gefunden
Was ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie ist
Das Altersvorsorgedepot ist eine neue Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Anders als bei vielen klassischen Riester-Produkten muss der Anbieter dabei nicht garantieren, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Ohne diese Garantie kann das Vorsorgekapital vollständig in ETFs, Fonds und weitere zugelassene Anlagen investiert werden. Das eröffnet höhere Renditechancen, bedeutet aber auch: Der Depotwert kann schwanken und unter die Summe der Einzahlungen fallen.
Aktueller Stand: angekündigt, noch nicht abschließbar
Die neuen Produkte können ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden. Die Angebote auf dieser Seite sind von den Anbietern angekündigt, aber noch nicht abschließbar. Teilweise steht auch die Zertifizierung noch aus. Konditionen, Kosten und Anlageauswahl können sich bis zum Start ändern. Wir aktualisieren die Angaben, sobald die Anbieter verbindliche Informationen veröffentlichen.
Staatliche Förderung
Nach dem für 2027 vorgesehenen Rahmen ist die Grundzulage an deinen Eigenbeitrag gekoppelt: 50 % Zulage auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag und 25 % auf den Teil bis insgesamt 1.800 Euro. Daraus ergibt sich eine Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr. Hinzu kommen können Kinderzulagen und steuerliche Vorteile. Die Förderung ist an die Zweckbindung für das Alter geknüpft. Eine vorzeitige, nicht vorgesehene Auszahlung kann zur Rückforderung von Zulagen und Steuervorteilen führen.
Standarddepot oder freie Auswahl?
Die angekündigten Angebote unterscheiden sich vor allem in der Anlage:
- Standarddepot: Eine einfache Variante mit wenigen vorab festgelegten Fonds oder ETFs und einer standardisierten Risikosteuerung. Für das gesetzliche Standardprodukt ist ein begrenzter Kostenrahmen vorgesehen.
- Freie Auswahl: Bei manchen Anbietern stellst du dein Portfolio selbst aus einem Universum förderfähiger ETFs und Fonds zusammen.
- Gemanagte Lösungen: Andere setzen auf professionell verwaltete Portfolios oder aktive Fonds, teils mit automatischer Umschichtung in defensivere Anlagen vor Rentenbeginn.
Worauf du beim Vergleich achten solltest
Kosten: Vertrags- oder Depotgebühren, Produktkosten der Fonds und Transaktionskosten summieren sich über Jahrzehnte. Risikosteuerung: Prüfe, ob und wann das Kapital vor Rentenbeginn automatisch umgeschichtet wird. Flexibilität: Wichtig sind Anbieterwechsel, Änderung der Sparrate und Beitragspausen. Auszahlungsphase: Vorgesehen sind je nach Vertrag Auszahlungspläne oder Rentenlösungen. Die Details geben die Anbieter teils erst zum Start bekannt.
Ohne Garantie oder mit Garantie?
Eine Beitragsgarantie soll einen vertraglich festgelegten Anteil der Einzahlungen zu einem vereinbarten Zeitpunkt absichern, bindet aber einen Teil des Kapitals in sicheren Anlagen und kann so die Renditechancen verringern. Ohne Garantie trägst du das Kursrisiko selbst. Bei sehr langen Anlagezeiträumen haben sich Schwankungen in der Vergangenheit häufig ausgeglichen, eine Gewähr für die Zukunft ist das nicht. Entscheidend sind dein Anlagehorizont und deine Bereitschaft, Verluste auszuhalten.
Keine Garantie bedeutet nicht automatisch volle Aktienquote
Der Verzicht auf eine Beitragsgarantie beschreibt die fehlende Zusage, einen bestimmten Anteil deiner Einzahlungen zum vereinbarten Zeitpunkt bereitzustellen. Er legt nicht allein fest, wie das Geld investiert wird. Ein Vertrag kann eine defensive Aufteilung, ein gemischtes Portfolio oder eine stärker aktienorientierte Anlage vorsehen. Prüfe deshalb die tatsächliche Anlagestrategie und ihre Veränderung im Zeitverlauf.
Auch breit gestreute ETFs können deutlich an Wert verlieren. Ein langer Anlagezeitraum schafft mehr Zeit, Schwankungen auszusitzen, beseitigt aber weder das Verlustrisiko noch die Bedeutung des Zeitpunkts, an dem du Geld benötigst.
Ein Verlustrückgang braucht einen größeren prozentualen Aufschwung
Ein einfaches Rechenbeispiel macht das Risiko anschaulich: Sinkt ein Depotwert von 10.000 auf 8.000 Euro, beträgt der Verlust 20 Prozent. Für die Rückkehr auf 10.000 Euro braucht es anschließend einen Anstieg von 25 Prozent, weil der Aufschwung auf dem kleineren Ausgangswert beginnt. Das ist keine Prognose, sondern eine mathematische Einordnung.
Vor Beginn der Auszahlungsphase kann deshalb die Reihenfolge guter und schlechter Börsenjahre wichtig werden. Wenn während einer schwachen Phase Geld entnommen wird, bleibt weniger Kapital für eine mögliche Erholung investiert. Kläre, wie der Anbieter dieses Risiko behandelt und welche Entscheidungen du selbst treffen musst.
Gesamtkosten über Anspar- und Auszahlungsphase prüfen
Eine kleine laufende Kostendifferenz kann sich über viele Jahre auf das verfügbare Kapital auswirken. Vergleiche deshalb nicht nur Depot- oder Vertragsgebühren, sondern auch Fondskosten, Transaktionen, mögliche Wechselkosten und die spätere Auszahlung. Eine günstige Ansparphase allein beantwortet noch nicht, was der gesamte Vertrag kostet.
Trenne verbindliche Angaben von Absichtserklärungen. Eine angekündigte Preisliste, eine Vormerkung oder ein unverbindliches Produktkonzept ist noch kein vollständiger Vergleichsvertrag. Fehlende Kostenangaben sind keine Bestätigung für ein kostenloses Angebot.
Geförderte Vorsorge und frei verfügbares Depot gemeinsam planen
Für deine Altersvorsorge kann eine Kombination verschiedener Bausteine sinnvoll sein. Eine frei verfügbare Reserve erfüllt eine andere Aufgabe als ein zweckgebundener Vorsorgevertrag. Stelle deshalb zuerst fest, welche Beträge langfristig gebunden werden können und welche flexibel bleiben müssen. Eine Förderung sollte dich nicht dazu verleiten, deine gesamte Notfallreserve einzusetzen.
Die FAQ des Bundesfinanzministeriums zur Reform erläutern den gesetzlichen Rahmen. Im Altersvorsorgedepot-Vergleich findest du weitere angekündigte Varianten. Für einen unabhängig davon geführten Sparplan kannst du Depots mit kleiner Mindestsparrate vergleichen.
Zins-Alarm für Altersvorsorgedepot
Konditionen ändern sich laufend. Wir melden uns per E-Mail, wenn sich bei Altersvorsorgedepot etwas Wichtiges tut. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.


















